Mit stark dezimiertem Kader musste sich interaktiv . Handball am Sonntagnachmittag dem Tabellenführer der 3. Liga Süd-West, der HG Saarlouis, mit 23:32 (10:14) geschlagen geben. Vor 273 Zuschauern in Ratingen-West wurde dabei vor allem die angespannte Personalsituation im Rückraum deutlich spürbar.
Mit Fabian Büttner, Luca Wenzel und Tjark Seher fehlten gleich drei Spieler aus dem linken Rückraum. Positiv: Jonas Perschke kehrte in den Kader zurück, ebenso Hendrik Stock, der nach zweiwöchiger Krankheit erstmals wieder einen Ball in der Hand hielt. Zusätzlich sprang A-Jugendlicher Hugo Eckardt ein, der seine Einsatzzeit mit einem Treffer und einem herausgeholten Siebenmeter rechtfertigte.
Trotz der schwierigen Voraussetzungen hielt interaktiv in der Anfangsphase gut dagegen. Die Partie gestaltete sich bis zum 9:9 (17.) ausgeglichen, ehe sich eine längere torlose Phase im Angriff einschlich. Gerade hier machten sich die fehlenden Alternativen bemerkbar. Saarlouis nutzte die Schwächephase konsequent und setzte sich bis zur Pause auf 14:10 ab.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nur bedingt. Zwar zeigte interaktiv weiterhin einen hohen kämpferischen Einsatz in der Abwehr und kam immer wieder zu Ballgewinnen, doch im Angriff blieb die Chancenverwertung das große Manko. Drei vergebene Siebenmeter und zahlreiche freie Würfe verhinderten, dass aus guten Defensivaktionen Zählbares entstand. Der Ligaprimus nutzte diese Fehler eiskalt und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus.
Am Ende stand eine deutliche 23:32-Niederlage, die den Spielverlauf jedoch nur teilweise widerspiegelt.
Trainer Filip Lazarov fasste die Partie selbstkritisch zusammen:
„Das Spiel haben wir bereits in der ersten Halbzeit im Angriff verloren – mit drei vergebenen Siebenmetern und mehreren klaren Torchancen. In der zweiten Halbzeit änderte sich nichts, wir setzten die Fehlwürfe fort. Am Ende hatten wir insgesamt 23 Fehlwürfe, was gegen einen so qualitativ starken Gegner einfach nicht akzeptabel ist. Positiv stimmt der kämpferische Einsatz in der Abwehr: Wir hatten einige wirklich gute defensive Momente. Das war jedoch nahezu umsonst, da wir im Angriff kaum etwas davon nutzen konnten.“
Trotz der Niederlage nimmt interaktiv . Handball wichtige Erkenntnisse mit – insbesondere im Hinblick auf Moral und Einsatzbereitschaft. Nun gilt es, die personelle Situation zu stabilisieren und den Fokus auf die kommenden, richtungsweisenden Aufgaben zu legen.
Torschützen interaktiv . Handball: Schulz 6, Körber 5, Koenemann, Maric jeweils 2, Szabo, Nuic, Stock, Sabljic, Eckardt jeweils 1